Was hilft bei einem Zeckenbiss? Was hilft bei Borreliose?

Aus aktuellem Anlass weiß ich nun über Borreliose mehr als mir lieb ist … Was ist zu tun bei einem Zeckenbiss (der eigentlich ein Zeckenstich ist) – und was, wenn die Einstichstelle sich rötet? Was meint die Schulmedizin und welche alternativen Möglichkeiten bieten sich an? Und wie kann man sich die fiesen Viecher generell vom Leib halten? Ich habe eines dieser Tierchen leider nicht früh genug entdeckt und mich nun mit Borreliose infiziert.

Der “gemeine Holzbock” alias Zecke ist nebst widerlichem Äußeren ein lästiger Schmarotzer, der ziemlich gefährliche Krankheiten wie FSME oder Borreliose übertragen kann. Seine Lieblingsorte sind warme, gut durchblutete Hautstellen, wie Achseln, Leiste, Kniekehle (wie in meinem Fall), im Schambereich und bei Kindern auch gerne am Haaransatz. Hautfalten und Haare bieten ihnen Stütze und Schutz. Den Stich selbst spürt man leider selten – die Zecke betäubt die Stelle höchst hinterhältig -, aber oft beginnt es nach einiger Zeit zu jucken. Wenn sich ein Kind immer wieder an einer Stelle kratzt, ist Mutters gestrenges Auge auf Holzbock-Suche gefragt!

Je schneller man die Zecke entfernt, desto geringer ist die Gefahr einer Infektion. Für die Übertragung von Borrelien muss die Zecke mehrere Stunden saugen. Es heißt: Mit bis zu 12 Stunden Saugdauer ist man größtenteils auf der sicheren Seite, mit jeder weiteren Stunde steigt das Infektionsrisiko. Wobei aber nicht jede Zecke Träger von Borrelien oder FSME-Erregern ist.

Vorbeugung gegen Zecken generell:

  • Lange Hose, Socken über den Hosenbeinen: aber erzählt das mal meinen Kindern zur (Früh-)Sommerszeit! Eines meiner Kinder behauptet steif und fest, es sei allergisch gegen Socken!
  • Absuchen – am besten gegenseitig: Die Zecke krabbelt meist lang auf der Suche nach dem idealen Platz für das Festmahl auf ihrem auserkorenen Wirt umher – das ist eine hervorragende Chance, um sie noch vor dem Stich abzufangen.
  • Vitamin B!

Vorbeugung gegen FSME und Borreliose:

  • Schulmedizin: FSME-Schutzimpfung (auch “Zeckenschutzimpfung” genannt); gegen Borreliose ist keine Impfung möglich.
  • Homöopathie: Vorbeugung mit FSME- und Borreliose-Nosode
  • Rasches Entfernen der Zecke mindert das Risiko zu erkranken (siehe oben). Das gilt vor allem bei Borreliose, aber auch bei FSME (obwohl da die Infektion schneller geht)

Maßnahmen beim erfolgten Zeckenbiss:

  1. Zecke möglichst rasch und schonend entfernen: mit einer Pinzette (oder Zeckenkarte – gibt’s in Apotheken) die Zecke möglichst dicht an der Haut packen und mit Gefühl und möglichst ohne Quetschen und ohne Drehen herausziehen. Hab auch mal gelesen, dass man die Zecke mit einem Vereisungsspray quasi schockgefrieren und sie dann ganz leicht entfernen kann. Von allen anderen Hilfsmitteln wie Öl, Honig oder Klebstoff ist jedoch abzuraten, da die Zecke im Todeskampf eventuell Erreger rauswürgt.
  2. Biss-Stelle eventuell desinfizieren: Calendula Tinktur (siehe auch: Gehört in jede Haus- und Reiseapotheke: Calendula Tinktur) – verringert das Infektionsrisiko, hilft aber nicht gegen Borrelien oder FSME.
  3. Eventuell mit ätherischen Ölen/Kräutern vorbeugen: Mohn-Zimt-Öl zum Einnehmen, Zistrosenöl auf den Stich, Zistrosen-Tinktur zum Einnehmen oder Karden-Tinktur zum Einnehmen
  4. Biss-Stelle beobachten! Bildet sich nämlich ein roter Fleck, der nach außen wandert, ist rascher Arztbesuch angesagt – Verdacht auf Borreliose. Dieser Fleck kann durchaus auch – wie in meinem Fall – erst drei Wochen nach dem Biss auftauchen.

Kreisförmige Rötung nach Zeckenbiss: Gefahr einer Borreliose – ZUM ARZT!

  • Schulmedizin: Anti-Biotikum (daran kommt man kaum herum, auch wenn’s einem gar nicht schmeckt … auch der Alternativ-Mediziner riet zum Antibiotikum)
  • Homöopathie: Borreliose-Nosode D200 (1 x 3 Globuli über 2 Tage)
  • Körbler: Sinus auf Rötung (war bei mir allerdings erfolglos), 4 Striche über die Innenseite des Handgelenks (stärkt das Immunsystem, schadet nie!)
  • Ethnomedizin nach Störl: Den Erregern “einheizen”, denn sie gehen ab etwa 42°C ein (Schwitzhütte, Sauna, heißes Bad); Karde als Waffe der Natur (Kardentinktur, Kardentee, Kardenpulver)
  • Aromatherapie/Kräuter: Mohn-Zimt-Öl zum Einnehmen, Zistrose als Tinktur oder Öl, Karde als Tinktur (2 x tägl. 10 Tropfen)
  • Bücher & Co:

Mein alternativer Cocktail für die nächsten Wochen (individuell vom Alternativmediziner meines Vertrauens ausgetestet): Zistrose (Tinktur), Zegdano, Mohn-Zimt-Öl und Artemisinin Pulver.

Fotos: sergio venturi, Steve Ford, sxc

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