Dr. Google vs. die mütterliche Intuition

Mir ist heute zum Philosophieren zumute … denn eine Frage hämmert im Oberstübchen: Was taten wir bloß ohne Internet? Wie wurden da Probleme gelöst? Und ist das Internet Fluch oder Segen – oder gar beides?

Ich kann mich ja noch ganz gut an die Zeit “VOR” dem Internet erinnern. “Internet? Ich wüsste nicht wozu ich das brauchen könnte …” – dieser Spruch entstammte annodazumal tatsächlich meinen Lippen.

Und heute kann ich es mir gar nicht mehr ohne vorstellen. Wenn sich heute ein Problemchen – oder allgemein und nicht wertend “eine Situation” – auftut, dann wird heute gut und gerne Dr. Google befragt. Denn irgendjemand stand doch ganz sicher schon mal vor einer ähnlichen Herausforderung und hat vielleicht einen guten Rat parat (ist ja irgendwie auch Sinn und Zweck dieses Blogs). Also kommt flugs die Antwort in ein paar Millisekunden auf den Bildschirm.

Nun, ganz so einfach ist es nicht. Denn Dr. Google liefert keine Patentrezepte (sofern es solche überhaupt gibt), sondern oftmals eine Vielzahl an Antworten – und trägt somit zur allgemeinen Verunsicherung und Verwirrung noch zusätzlich bei.

Also Fluch UND Segen? Irgendwie schon, wie ich meine. Das Vertrauen in die eigene Intuition wird dadurch immer noch schwächer und relativ harmlose Situationen werden problematisiert … Es ist also enorm vieles einfacher geworden, aber es wurde auch eine ganze Menge viel komplizierter dadurch.

Mein Rat: Dein Bauchgefühl weiß oft mehr, als so mancher selbst ernannte Experte – so wie Muttis Nähkästchen (sic!) ;-)

Foto: Matthew Bowden

Ein Gedanke zu “Dr. Google vs. die mütterliche Intuition

  1. Gute Frage!!! Ich wäre hilflos oder würde mehr auf mein Umfeld hören als meinem Bauchgefühl selbstbestätigendes Lesefutter zu suchen. ;) … so sehe ich’s.

    “… Das Vertrauen in die eigene Intuition wird dadurch immer noch schwächer und relativ harmlose Situationen werden problematisiert … Es ist also enorm vieles einfacher geworden, aber es wurde auch eine ganze Menge viel komplizierter dadurch. …”

    Ich denke einfach, dass das Verschwinden der Großfamilie und somit das Wissen von Mehrfachmüttern im direkten Umfeld, eher die Verunsicherung bringt. Wir kennen einfach den vielfachen Umgang mit Babys und (Klein-)Kindern nicht mehr. So findet man schnell überforderte Eltern in der Rettungsstelle wieder, weil das fast einjährige Baby das erste Mal Fieber 40°C hat…

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