Ich habe gerade einen der besten Elternratgeber gelesen: Die Kunst, gelassen zu erziehen: Buddhistische Weisheit für den Familienalltag – absolut empfehlenswert!
Lasst euch nicht vom Untertitel abschrecken – hier werden gewiss keine Doktrinen vermittelt und keine Glaubensbekenntnisse in Frage gestellt. Auch ist es kein Erziehungsratgeber im herkömmlichen Sinn, es gibt keine festen Regeln. Es geht vielmehr um:
- Achtsamkeit, Vertrauen, Gelassenheit und Akzeptanz
- Bewusstwerden eingeschliffener Gewohnheiten
- Erwartungen hinterfragen, Erwartungsdruck erkennen und abbauen
- Kindern helfen, es selbst zu tun – “gelassen zulassen”
- Im Alltag mit Kindern das Gleichgewicht bewahren: Gelassen bleiben bei Stress und Ärger, Umgang mit Wut
- Empathie kultivieren, die Perspektive wechseln
- Den mittleren Weg finden: Weder “Laissez faire”, noch die “gute, alte” Disziplin – sondern Ausgewogenheit und Beziehung
- Regeln und Grenzen achtsam setzen: Forschungsdrang positiv betrachten, Grenzen wachsen lassen
- und vieles mehr …
Es fällt mir schwer, eine geeignete Zusammenfassung zu schreiben, denn da steckt viel Weisheit für das ganze Leben drin … Man lernt, sich selbst zu durchschauen! Denn, wenn wir ehrlich sind: Oft genug halten uns unsere Kinder durch ihr Verhalten einen ehrlichen und unbarmherzigen Spiegel vor. Das Buch liefert wertvolle Einsichten, vertieft durch Übungen, illustriert durch zahlreiche Erfahrungsberichte, “Weisheitsgeschichten” und Zitate – hier eine klitzekleine Auswahl der letzteren:
“Du musst der Wandel sein, den du in der Welt sehen möchtest.”
Mahatma Gandhi (1869-1913)
“Es gibt keinen Grund, warum wir unseren Kindern ein “Nein” nicht genau so freundlich sagen können wie ein “Ja”.
John Holt, amerikanischer Pädagoge (1923-1985)
“Sprechen ist eine sehr wichtige Übung, besonders im täglichen Leben. Die meisten Probleme im Leben sind auf unachtsame Worte zurückzuführen.”
Godwin Samararatne, buddhistischer Meditationslehrer aus Sri Lanka (1932-2000)
“Nichts kann den Menschen mehr stärken als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.”
Paul Claudel, französischer Schriftsteller (1868-1955)
Mutti empfielt: LESEN!
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Hört sich an, als müsste ich das Buch unbedingt haben. Behandelt anscheinend genau die Thematik, die ich ebenfalls für mein Blog http://family-zen.com/blog/ gewählt habe. Vielen Dank für den Tipp. Ich werde es sofort auf meine Geburtstagswunschliste setzen.
Heike