Rezept für’s Sauber werden
26. Oktober 2009
Mein Rezept für’s Sauber werden: Geduld, Geduld, Geduld. Und kein Druck.
Und das ist sehr, sehr schwer.
Ich habe mich vom Kindergarten unter Druck setzen lassen, ich habe mich selbst unter Druck gesetzt, es war DAS Thema, das unsere Familie wochen- wenn nicht sogar monatelang in Atem gehalten hat.
Und was hat’s gebracht? NIX.
Wir haben auf das Kind eingeredet.
Wir haben Bücher angeschaut (z.B. Moritz Moppelpo braucht keine Windel mehr oder Der kleine Klo-König
) – das hat mein Kind in der Theorie zwar recht interessiert, an der Praxis hat sich jedoch nichts geändert.
Wir haben „Vorbilder“ (Kinder im gleichen Alter) bewundert …
Die Situation wurde zusätzlich verschärft, da zu dieser Zeit auch noch das kleine Geschwisterchen zur Welt kam. Und in diesem Zusammenhang hab ich einen großen Fehler gemacht:
Ich wollte meinem Großen einreden, dass wir die Windeln dann dem Baby geben könnten. Das war natürlich genau das Verkehrte. Denn durch das Geschwisterchen wollte das große Kind auch wieder Baby sein – und gab die Windel erst recht nicht her.
Irgendwann wurde mir klar, dass mit Druck gar nichts zu erreichen war. Ich habe dem Kind dann gesagt, dass ich mich freuen würde, wenn es keine Windel mehr bräuchte und dass es mir sagen soll, wenn es dafür bereit ist. Wir haben es dann immerhin geschafft, dass wir den Kindergarten zur „windelfreien Zone“ erklärt haben. Und dann? Gar nicht so viel später hat’s ganz von selbst geklappt.
Entry Filed under: Kleinkinder. Schlagworte: Einnässen, Erziehung.
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1.
Tamar | 26. Oktober 2009 at 21:48
Ertappe mich auch immer wieder dabei, wie ich meinen Kindern Dinge beibringen will, die sie kurz darauf ganz ohne Druck meinerseits lernen. Sehr oft merke ich dann aber, dass ich Druck an meine Kinder weitergegeben habe, den mir irgend ein „Experte“, eine andere Mutter oder ein doofer Kommentar eines Fremden gemacht hat.
2.
muttis | 27. Oktober 2009 at 11:21
Du sprichst mir aus der Seele! Geduld und Vertrauen auf die eigene Intuition sind eine der wichtigsten – aber auch schwersten – Tugenden einer Mutter (oder eines Vaters).