Muttis Nähkästchen

10. November 2009

Kinder im Internet

Gespeichert unter: Kinder und Medien — muttis @ 20:56
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893839_video_games_fanWas haben Kinder im Internet zu suchen? Ab welchem Alter? Und sowieso und überhaupt. Und genau darüber will ich hier erst gar nicht zu diskutieren beginnen. Denn irgendwann kommen wir da nicht drum herum. Und wenn, dann aber kindersicher! Daher hier ein paar Links, die mir in diesem Zusammenhang gescheit vorkommen:

Browser für Kinder (ersetzen Internet Explorer, Firefox, Opera oder dgl.)

  • Kido’z: sucht nur auf Webseiten, die vorher von einem PädagogInnen-Gremium freigegeben wurden; gibt’s auch auf Deutsch; für Kinder geeignet, die noch nicht lesen oder schreiben können; kostenloser Download: http://kidoz.net
  • KidZui: für Kinder von 3-12, nur auf Englisch, Zugang zu kinderfreundlichen Spiele, Websites, Bildern und YouTube-Videos, freigegeben von Eltern; kostenloser Download: http://www.kidzui.com

Den eigenen Browser sicher machen:

  • http://www.confoki.org

Suchmaschinen für Kinder:

(Quelle: Mark Buzinkay)

Fazit: Für meine Kinder noch nix. Und: Im Internet kann man viel Zeit vergeuden – wahrscheinlich zu viel (und das weiß ich aus eigener Erfahrung)!

4. November 2009

Karies: Zwischendurch besser nur Wasser

Gespeichert unter: Essen und Trinken — muttis @ 21:05
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1038738_apple_juice_1Es klingt vielleicht komisch, aber es ist so: Die Sendung mit der Maus hat mir die Augen geöffnet:

Trotz gewissenhaftem Zähneputzen kann es zu Karies kommen. Und zwar, wenn über den Tag verteilt immer wieder Zucker zu sich genommen wird. Und Zucker ist in vielen Dingen drinnen: Limo, Säfte, Obst, Süßigkeiten sowieso, Brot usw.

Die Moral von der Geschicht: Nicht nur auf die tatsächliche Menge an Zucker kommt es an, sondern auch wie oft am Tag immer wieder (wenn auch kleine Mengen) Zucker konsumiert wird. Denn gerade letzteres fördert das Bakterienwachsum ungemein.

Heißt: Man muss nicht verzichten. Zuckerhaltige Getränke sollten aber idealerweise nur zu den Mahlzeiten getrunken werden. Dazwischen gibt’s Wasser.

Hier gibt es die Sachgeschichte namens „Zuckerimpulse“ zum Nachschauen.

Wir versuchen generell hauptsächlich Wasser zu trinken. Saft – auch gesunder Apfelsaft – sollte etwas Besonderes bleiben. Und das funktioniert (wenn überhaupt) nur, wenn die Eltern mit gutem Beispiel voran gehen.

Die Sendung mit der Maus

Gespeichert unter: Kinder und Medien, Kleinkinder — muttis @ 20:43
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ScreenshotSollen (Klein-)Kinder fernsehen? Darüber ließe sich trefflich streiten.
Wir haben einen Fernseher, also: ja, unsere Kinder dürfen fernsehen.
Mit ein paar Einschränkungen:

  • Wir schauen gemeinsam – dann können wir das Gesehene auch besprechen.
  • Wir schauen gezielt. Sprich: Wir schalten nicht einfach die Glotze ein und schauen, was das Programm so alles bietet.
  • Wir schauen Sinnvolles.

Und da kann ich nur wärmstens empfehlen:
DIE SENDUNG MIT DER MAUS
Begründung: Bei den Sachgeschichten können auch Erwachsene VIEL lernen! Viele interessante Themen werden spannend und kindgerecht präsentiert. Und die Lachgeschichten sind kurzweilig, unterhaltsam und absolut gewaltfrei.

Läuft immer sonntags 11:30 Uhr auf ARD und KIKA.
Wir nehmen das immer auf und schauen ein und dieselbe Maus durchaus öfter an.

Aha-Effekt im Brotkörberl

Gespeichert unter: Essen und Trinken — muttis @ 20:19
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800px-GrahamweckerlPrinzipiell achte ich ja schon auf gute Ernährung: Obst, Gemüse, Ballststoffe … Und ich glaubte auch immer, dass ich mich in puncto gesunde Ernährung auskenne.

Und dann besuchte uns eine Ernährungsberaterin in der Baby-Gruppe und stellte uns folgende Frage:

Wo glauben Sie ist mehr Vollkorn drin – im Kornspitz oder im Grahamweckerl?

Wir waren uns jedenfalls einig: Im Kornspitz. Denn der ist wesentlich dunkler als ein Grahamweckerl. Tja, weit gefehlt.

Schwarzbrot ist nicht gleich Vollkorn.
„Kornweckerl“ enthält zwar Körner, aber kein Vollkorn.
Und in der Sendung mit der Maus musste ich erfahren, dass dunkles Brot oft einfach nur mit Zuckerablauf eingefärbt wird …
(Foto: wikimedia commons)

3. November 2009

Lausalarm!

Gespeichert unter: Kleinkinder, Krankheiten und Wehwehchen — muttis @ 20:19
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Bisher blieben wir davon verschont – aber jetzt ist es so weit: Mein großes Kind hat Läuse. Also – und zwar so rasch wie möglich:

  1. Ab in die Apotheke, Läuse-Mittel kaufen. Anwenden – und zwar gleich bei allen Familienmitgliedern, Nissen rausklauben.
  2. Bettwäsche, Kopfbedeckungen, Handtücher etc. waschen. Alles nicht Waschbare wie Polstermöbel, Autositze eventuell mit einem Läuse-Spray behandeln. Oder: für einige Tage in einen gut verschlossenen Plastiksack packen oder einen Tag ins Tiefkühlfach.
  3. Kindergarten, Schule, Freunde informieren.

Danke, mir wär so auch nicht fad geworden.

Läuse sind lästig, aber ungefährlich – und mit mangelnder Hygiene hat der Befall nichts zu tun. Es sind hauptsächlich Kinder betroffen, weil die Läuse hier ideale Verhältnisse vorfinden: Kappen, Hauben und Jacken hängen dicht nebeneinander, die Kinder stecken die Köpfe zusammen …Häufiges Haarwaschen schützt NICHT vor Lausbefall!

Läuse sind bevorzugt an den Schläfen, hinter den Ohren und im Nackenbereich vorzufinden. Erwachsene Läuse sind hellgrau bis braun (letzteres wenn sie mit Blut vollgesogen sind), etwa 3 mm groß, können weder fliegen noch springen, aber flink laufen. Das Weibchen legt bis zu acht Eier (Nissen) pro Tag, die fest an den Haarschaft geklebt werden und als dunkle Punkte leicht zu erkennen sind. Nissen können je nach Haarfarbe unterschiedlich ausschauen: dunkle Punkte auf hellen Haaren, weiße Punkte auf dunklen Haaren. Nach 8 bis 10 Tagen schlüpft eine Larve, die nach weiteren 10 Tagen fortpflanzungsfähig wird.

Vorbeugung:

  • 1 Tropfen Teebaumöl in den Nacken – tägl. vor Schul-/Kindergartenbesuch (Tipp meiner Nachbarin)
  • 1 Tropfen Lavendelöl auf den Scheitel
  • Shampoo aus Weidenrinde und Thymian (Apotheke)

Alternative Behandlungsmöglichkeiten:

  • Selbstgemachter Umgebungsspray: Gemisch aus Wasser, Teebaumöl und Lavendel
  • Kurzhaarschnitt (ist aber nicht notwendig)
  • Essig (0,5%) und Wasser 1:1 mischen, nach dem Haarewaschen damit spülen.
  • Leichteres Entfernen der Nissen: Essigspülung (1 Teil 6%iger Speiseessig auf 2 Teile Wasser, ca. 10 Min Einwirkzeit) vor dem Kämmen. Die Nissen werden dadurch gelockert, aber nicht abgetötet!

Kinder an die Macht?

Gespeichert unter: (Un)Pädagogisches, Vom Mutter-Sein — muttis @ 12:13
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In Sachen Kindererziehung scheiden sich die Geister. Da braucht frau nur ein bissl im Web surfen – oder auch ganz einfach vor die Tür gehen. Dort treffen Sie eiserne Verfechter des einen oder des anderen Erziehungsstils. Das schlimmste daran ist: Die einen verteufeln die anderen, argumentieren in Extremen – und die selektive Wahrnehmung tut ihr übriges dazu, dass die eigene Meinung noch einzementiert wird.
Und „Suchende“ wie ich werden „Verzweifelte“ und „Desorientierte“.

Autoritäre Erziehung ist out. Antiautoritäre Erziehung auch. Es hat wohl noch nie wo viele Paradigmenwechsel in Sachen Erziehung gegeben, wie in den letzten Jahrzehnten.

Aber liegt nicht wie so oft die Wahrheit irgendwo in der Mitte?
Autorität ist nicht notwendigerweise schlecht. Partnerschaftlichkeit nicht automatisch gut. Das Zauberwort scheint momentan „Grenzen“ zu sein.

„Es gibt kein Gut,
es gibt kein Böse (…)
Statt zu unterdrücken,
gibt’s Erdbeereis auf Lebenszeit (…)
Gib den Kindern das Kommando,
sie berechnen nicht was sie tun (…)“
(Auszug aus Kinder an die Macht, Herbert Grönemeyer, 1986)
… da frag ich mich manchmal, ob der Herr Grönemeyer damals wirklich schon eigene Kinder hatte … oder vielleicht waren das die Ausläufer der antiautoritären Erziehungswelle.

„(…) sie sind die wahren Anarchisten
lieben das Chaos, räumen ab
kennen keine Rechte, keine Pflichten
ungebeugte Kraft, massenhaft
ungestümer Stolz (…)“

Aha, da kommen wir der Sache schon näher. Aber die Frage bleibt: Ist das nun gut oder schlecht?

Plädoyer für mehr Coolness

Gespeichert unter: (Un)Pädagogisches, Vom Mutter-Sein — muttis @ 11:42
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1146420_cooling_system„Es erzieht den Menschen Nichts so sehr, als das Erziehen Anderer, es fördert Nichts so sehr seine Einsicht, als das Zusammensein mit Kindern. Die Gelassenheit und Schonung, die man mit ihrem Fortschreiten und für ihre Eigenheiten haben muss, sind einen gute Vorübung für jene Geduld, ohne welche man im Leben Nichts leisten und Vieles zerstören würde.“ (Fanny Lewald, dt. Schriftstellerin, 1811-1889)

Gelassenheit ist das Gegenteil von Gier und Hass.
Gelassenheit ist nicht Gleichgültigkeit.

Modern ausgedrückt könnte der Begriff Gelassenheit auch durch „cool“ ersetzt werden:  „Cool in diesem positiven Sinne bedeutet Gleichmut und Gelassenheit und ist Medizin gegen Fustritte und Provokationen, bei Pannen und manchmal unlösbar scheinenden Problemen. So ist cool auch etwas höchst Erfreuliches: eine Geheimwaffe gegen Stress und Klimbim.“ (Heinz Commer, Managerknigge, 1992)

„Itzt verehr ich deine Tugend, welche mit Gelassenheit Mehr gewirkt, als oft ein andrer mit Gewalt und Heftigkeit.“ (Johann Christoph Gottsched, 1736)
(Quelle: ursache & wirkung 69, Herbst 2009)

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Außer: Gelassenheit oder Coolness – kein schlechter Tipp im Umgang mit Kindern.

28. Oktober 2009

Nein, nein und nochmals nein.

Gespeichert unter: (Un)Pädagogisches, Baby, Kinder fördern, Kleinkinder — muttis @ 10:51
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Sobald Baby mobil wird und beginnt, seine Umwelt zu entdecken, dann hocht doch einmal euch selbst zu: Wie oft sagst du NEIN? Und wie sagst du es?

Gestern hatten wir dazu eine Diskussion in der Eltern-Kind-Gruppe. Unser Fazit:

  • Was ist einem wirklich wichtig? Und was ist eigentlich egal? Darüber sollte jede Mutter in dieser Situation nachdenken. Denn wenn frau dauernd maßregelnd hinter dem Kind her sein muss, dann bedeutet das Stress – für’s Kind und vorallem für die Mutter selbst!
  • Im Hauptaufenthaltsraum sollte es nicht mehr als etwa fünf Neins geben. Die müssen dafür konsequent behandelt werden. Nicht heute so und morgen so.
  • Sollte es Sachen geben, die das Kind absolut nicht haben darf: wegräumen. Alles wegräumen wäre hingegen auch kontraproduktiv, schließlich soll das Kind auch das Nein akzeptieren lernen.
  • Die Körpersprache sollte stimmig sein: Ein strenges Nein sollte mit einem strengen Gesicht und einer strengen Stimme einhergehen. Kinder haben feine Antennen und bemerken, wenn ein Nein nicht wirklich so gemeint ist. Ein freundlich gehauchtes Nein mit lachendem Gesicht wird wohl eher als Spaß als ein strenges Nein aufgenommen

26. Oktober 2009

Homöopathie: Die richtige Dosis für Kinder

Gespeichert unter: Krankheiten und Wehwehchen — muttis @ 09:38
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Für die Selbstbehandlung eignen sich Globuli der Potenzen D6 und D12.
D30 oder C-Potenzen sollten Sie nur verwenden, wenn Sie sich bereits gut mit Homöopathie auskennen oder nach fachlicher Beratung – durch falsche Dosierung erreichen Sie sonst gegebenenfalls das Gegenteil!

Babys, Kleinkinder und Schulkinder bekommen pro Gabe 3 Globuli; 3 Gaben pro Tag; am besten zwischen Unterlippe und Zähne, damit sie im Mund zergehen (be Babys oft schwer realisierbar, da sie die Globuli gern zerbeißen wollen – sofern schon Zähne da sind).

Tritt eine Wirkung ein, geben Sie das Mittel nicht weiter – die Selbstheilungskräfte sind geweckt. Verschlechtert sich der Zustand wieder, können Sie wieder Globuli geben. Wirkt das Mittel nicht wie erwartet, auf ein anderes Mittel wechseln oder Rücksprache mit einem Homöopathen halten.
(Quelle: BABY und Familie 04/2009)

Rezept für’s Sauber werden

Gespeichert unter: Kleinkinder — muttis @ 09:23
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1016503_toilet_paperMein Rezept für’s Sauber werden: Geduld, Geduld, Geduld. Und kein Druck.
Und das ist sehr, sehr schwer.

Ich habe mich vom Kindergarten unter Druck setzen lassen, ich habe mich selbst unter Druck gesetzt, es war DAS Thema, das unsere Familie wochen- wenn nicht sogar monatelang in Atem gehalten hat.
Und was hat’s gebracht? NIX.

Wir haben auf das Kind eingeredet.
Wir haben Bücher angeschaut (z.B. Moritz Moppelpo braucht keine Windel mehr oder Der kleine Klo-König) – das hat mein Kind in der Theorie zwar recht interessiert, an der Praxis hat sich jedoch nichts geändert.
Wir haben „Vorbilder“ (Kinder im gleichen Alter) bewundert …

Die Situation wurde zusätzlich verschärft, da zu dieser Zeit auch noch das kleine Geschwisterchen zur Welt kam. Und in diesem Zusammenhang hab ich einen großen Fehler gemacht:
Ich wollte meinem Großen einreden, dass wir die Windeln dann dem Baby geben könnten. Das war natürlich genau das Verkehrte. Denn durch das Geschwisterchen wollte das große Kind auch wieder Baby sein – und gab die Windel erst recht nicht her.

Irgendwann wurde mir klar, dass mit Druck gar nichts zu erreichen war. Ich habe dem Kind dann gesagt, dass ich mich freuen würde, wenn es keine Windel mehr bräuchte und dass es mir sagen soll, wenn es dafür bereit ist. Wir haben es dann immerhin geschafft, dass wir den Kindergarten zur „windelfreien Zone“ erklärt haben. Und dann? Gar nicht so viel später hat’s ganz von selbst geklappt.

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